Kleingebäck

Franzbrötchen- gluten- und laktosefrei (Gastbeitrag)

Moin, moin mien leve Lue, hallo Ihr Lieben!

Vundaag is al de voerletzte Dag de Noorddüütschen Wiehnachtstied un ik begröt mien letzte Gast. De leev Karin bringt lüttje gluten- un laktosefree Franzbröchten met. As noorddüütsche Deern leev ik düsse lüttje Snoopkraam bannig.

Heute ist schon der vorletzte Tag der Noorddüütschen Wiehnachtstied und ich begrüße meinen letzten Gast. Die liebe Karin von Bake that Cake bringt kleine gluten- und laktosefreie Franzbrötchen mit. Als norddeutsches Mädchen liebe ich die kleinen Leckereien natürlich sehr.

Die Weihnachtszeit in Norddeutschland ist für mich die superlative der Gemütlichkeit. Storm un Schietwedder haben wir ja rund ums Jahr, aber wenn es draussen zur Weihnachtszeit so anfängt zu frösteln, werden wir Nordlichter erst so richtig warm.

Wie hätte ich da zu Carinas „Noorddüütschen Wiehnachtstied“ Nein sagen können? Selbst in Schleswig-Holstein, an der Grenze zu Hamburg aufgewachsen würde ich mich als echter Fischkopp bezeichnen. 

Da ich mich glutenfrei ernähre ist mein Blog Bake that Cake (bis auf einige ältere Ausnahmen) gespickt mit glutenfreien Rezepten und widmet sich allein dem süßen Gebäck.

Ich habe lange überlegt, was bei mir auf den Tisch kommt. Nichts war naheliegender als Omas Kochbücher aus ihrer Schulzeit zu wälzen. Letztendlich habe ich mich doch anders entschieden und serviere euch einen Klassiker.

Das Franzbrötchen! Lange Zeit gab es diese nur in Hamburg und den umliegenden Regionen und erinnert vielleicht ein wenig an die skandinavischen Zimtschnecken. Über die Entstehung gibt es viele Geschichten und welche der Wahrheit entspricht lässt sich nicht so leicht sagen. Dass es eine Hamburger Spezialität ist lässt sich aber nicht abstreiten. Mittlerweile gibt es Franzbrötchen in vielen verschiedenen Variationen. Neben dem klassischen Plunder mit Zimt wird er heute z.B. auch mit Schokolade, Marzipan, Rosinen oder Mohn angeboten. Eigentlich ist das Franzbrötchen ein „Ganzjahresgebäck“, aber mit der vollen Ladung Zimt passt es einfach herrlich in die Weihnachtszeit.

Mir persönlich war so ein Franzbrötchen immer zu groß und glutenfrei sowieso nicht zu bekommen. Darum gibt es heute von mir gluten- und laktosefreie Mini-Franzbrötchen mit einem Hauch von Weihnachten.

Franzbrötchen- gluten- und laktosefrei

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Ingredients

  • Zutaten für den Teig:
  • 125 ml Sojamilch
  • 35g Zucker
  • 35g Butter
  • 1 Pck. Trockenhefe
  • 250g glutenfreies Mehl (z.B. Schär Mix B - Brot Mix)
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 1 TL Xanthan (gibt es z.B. im Reformhaus)
  • 1 TL Flohsamenschalen (ebenfalls z.B. im Reformhaus zu kaufen)
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei
  • -
  • Zutaten für die Füllung:
  • 50g Butter
  • 50g Zucker
  • 1 TL Zimt
  • 1 TL Spekulatiusgewürz (Es gibt ganz wunderbare Bio-Mischungen, die bei kleineren Gebäckmengen sehr zu empfehlen sind)
  • -
  • Zum Bestreichen etwa 2 EL Sojamilch

Instructions

1

Mehl, Vanillezucker, Xanthan, Flohsamenschalen und Salz in eine Schüssel sieben. Es kann sein, dass von den Flohsamenschalen Rückstände überbleiben. Ich habe diese einfach entsorgt.

2

Das Xanthan hilft dem Teig eine Struktur zu geben (und ersetzt das Gerüst, das normalerweise das Gluten erstellt) und die Flohsamenschalen sorgen für einen schönen glatten Teig.

3

Sojamilch, Butter und Zucker in einem Topf auf niedrigster Stufe erhitzen und verrühren.

4

50ml von dem Sojamilch-Gemisch abnehmen und abkühlen lassen (32-37°C, im Zweifel Fingerwarm) und die Trockenhefe hinzugeben. Diese braucht nun etwa +/- 10 Minuten zum Aktivieren. Sollte die Hefe sich in dem Zeitraum nicht verdoppelt haben, dann war die Sojamilch vielleicht zu heiß, also unbedingt auf die Temperatur achten.

5

Alle Trockenen Zutaten können nun mit dem Ei, der Hefe und dem übrigen Sojamilch-Gemisch vermengt werden. Ich nehme hier gerne die Hände, weil ich so ein besseres Gefühl für den Teig bekomme.

6

Der Teig kann nun ausgerollt werden, etwa in der Größe eines A4-Blattes. Ich rolle direkt auf dem Backpapier mit einer Küchenrolle und einem Stück Frischhaltefolie auf dem Teig.

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Zeitgleich könnt ihr die Füllung warm werden lassen, bis die Butter flüssig ist. Entweder auf dem Herd, oder in der Mikrowelle. Einfach alle Zutaten zusammen mischen.

8

Den ausgerollten Teig nun mit der Füllung gleichmäßig bestreichen.

9

Jetzt kann der Teig locker aufgerollt werden. Gerade eben so locker, dass ihr die Füllung nicht wieder herausdrückt, aber auch so fest, dass die Rolle zusammen hält.

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Die Rolle nun mit der Naht nach unten drehen und in Trapeze schneiden. Die Kurze Seite sollte dabei etwa 2 cm breit sein. Je nach Größe reicht die Teigmenge etwa für 5-6 Franzbrötchen.

11

Nun die Trapeze mit der langen Seite nach unten und der kurzen Seite nach oben aufrichten und mit einem Kochlöffelstiel zwischen den beiden Schnittkanten eindrücken.

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So darf der Teig in seiner Form nun an einem warmen Ort für etwa 45 Minuten gehen.

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Jetzt noch schnell mit der Sojamilch bestreichen und ab in den Ofen, bei 200°C Ober- Unterhitze für 15 Minuten.

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(Wer nicht gluten- und laktosefrei backen möchte kann natürlich die Zutaten durch Weizenmehl und normale Milch ersetzen. Xanthan und Flohsamenschalen lasst ihr dann einfach weg)

Notes

Ich empfehle: Warme Socken, eine Tasse Tee, ein ofenfrisches Franzbrötchen und einen netten Klönsnack. Dann schmeckt es am Besten.

Sehen die kleinen Franzbrötchen nicht wunderbar aus? Vielen Dank, liebe Karin, für deinen Beitrag.

Und wer die klassischen Hamburger Franzbrötchen backen möchte, findet hier das Rezept.

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